Seit Oktober 2007 verhandelt die EU mit den Ländern Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica und Panama (als Beobachter) über ein Assoziierungsabkommen. Darin sollen der politische Dialog und die Entwicklungskooperation zwischen der EU ge
geregelt und eine umfassende Zoll- und Handelsfreiheit vereinbart werden.
Nein zum Assoziierungsabkommen der EU mit Mittelamerika
Selbstbestimmte Entwicklung statt Freihandel und Ausbeutung
Um schleunigst zur weltweit führenden Wirtschaftsmacht aufzusteigen,
treibt die Europäische Union (EU) derzeit mehrere Freihandelsabkommen
mit den armen Regionen der Welt voran. In Konkurrenz zur USA und
angetrieben vom wachsenden Einfluss der Volksrepublik China will die EU
ihre geostrategischen Interessen nun auch in Zentralamerika sichern.
Dies jedoch nicht mit plumpen Drohungen, sondern mit ausgefeilter
Rhetorik. In den Verhandlungen zum Assoziierungsabkommen zwischen der
EU und Mittelamerika ist die Rede von Menschenrechten, Entwicklung und
Nachhaltigkeit. Dies verschleiert jedoch die verheerenden Auswirkungen,
die das geplante Abkommen für die Menschen in Zentralamerika haben
kann.
„Im Freihandelsabkommen legen wir fest, ob wir uns selbst umbringen oder eines natürlichen Todes sterbenâ€,
bringt Sinforiano Cáceres, Vorsitzender des nicaraguanischen
Kooperativenverbandes, Alternativen in Sachen Freihandel auf den Punkt.
Ziel der EU ist es, das Abkommen noch in diesem Jahr abzuschließen.
Verhandelt wird auf Grundlage von drei Säulen: Politischer Dialog,
Entwicklungszusammenarbeit und Freihandel. Dies findet unter
weitgehendem Ausschluss der Zivilbevölkerung sowohl in Zentralamerika
als auch Europa statt. Um das geplante Abkommen aufzuhalten ist ein gemeinsamer Protest notwendig.
http://www.stop-assoziierung.de/
Veröffentlichung vom: 1.6.2009