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Jandir Rodriguez – der Sänger der Protestbewegung in Wuppertal -27.6.2019 um 19.00 Uhr im Soulfood Café Simonz, Simonsstr. 36, Wuppertal-Arrenberg

Liedermacher aus Nicaragua

https://youtu.be/vKSZYxMq8hQ

»Es waren die Studenten, die sich Gedanken über das Vaterland machten, es waren die Bücher, die laufen lernten, denen sich der Tyrann gegenübersah«. Dieser Auszug stammt vom 25-jährigen Jandir Rodrígues, der zu dem Song »Héroes de Abril« (Helden des April) von den studentischen Protesten im April 2018 in Nicaragua inspiriert wurde.


Als Medizinstudent entschied er sich an den Protesten teilzunehmen, um gegen die Sozialreformen zu protestieren und die Wiedereinrichtung des Autonomiestatus der Universität einzufordern. An diesem Tag wurden die Studenten von Sympathisanten der Regierung Ortegas attackiert und Jandir suchte mit anderen Protestierenden Schutz in der Kathedrale von León. 


Einen Monat später komponierte Jandir sein Lied »Héroes de Abril«, das sich gegen das autoritäre Regime in seinem Land wendet. Bereits am Folgetag war es in allen sozialen Medien zu hören. Heute ist sein Lied das bekannteste in Nicaragua, das mit den Protesten in Zusammenhang gebracht wird. Doch seine Bekanntheit hatte auch zur Folge, dass sich Jandir ständig Bedrohungen ausgesetzt sah. Er nutzte daher die Chance einer Einladung nach Guatemala, wo er seit Dezember 2018 lebt.


Nun ist Jandir Rodrígues auf Europatournee durch Spanien, Dänemark, Schweden, Deutschland und Italien und wird im Simonz – nicht nur mit seinen Liedern – über die Situation in Nicaragua berichten.

Eintritt frei – Kulturscherflein erbeten

Veranstaltungshinweis:http://www.cafe-simonz.de/aktuelle-veranstaltungen/juni-2019/

Nicaragua: Krise und Dialog

Informationsveranstaltung am

Mittwoch 5.6.2019 um 19.30 Uhr im Katholischen Stadthaus, 42103 Wuppertal, Laurentiusstraße

Nicaragua steckt seit dem vergangenen Jahr in einer schweren politischen und inzwischen auch wirtschaftlichen Krise. Die Regierung um den ehemaligen Revolutionsführer Daniel Ortega kann sich nur noch mit Hilfe von Gewalt und Einschüchterung an der Macht halten. Auch der zweite Versuch eines politischen Dialogs zur Lösung der Krise ist bislang daran gescheitert, dass die Regierung ihre Versprechen nicht in die Tat umsetzt. In einer Gesprächsrunde wollen wir an diesem Abend die Gründe hierfür und mögliche Perspektiven erkunden.

mit

Dr. Ernesto Medina             

Mitglied der Verhandlungsdelegation der Alianza Cívica , die in den

letzten Wochen versuchte, durch einen nationalen Dialog eine Lösung der schweren Krise zu erreichen. Dr. Medina studierte in den 1970er Jahren Chemie in Göttingen und gründete damals eines der ersten Solidaritätskomitees mit dem Widerstand gegen die Diktatur der Familie Somoza. Später war er lange Jahre Rektor der Universität in Leon und danach bis Dezember 2018 Rektor der Privatuniversität Universidad Americana (UAM) in Managua.

Dr. h.c.Hermann Schulz       Schriftsteller und ehemaliger Verlagsleiter des Peter Hammer Verlages in Wuppertal. Als solcher lernte er wichtige Schriftsteller und Persönlichkeiten des Landes wie Ernesto Cardenal, Sergio Ramirez oder Gioconda Belli kennen und machte ihre Stimmen in Deutschland bekannt. Er gilt als ausgewiesener Kenner Nicaraguas und war im Februar letzten Jahres zum letzten Mal dort.

Barbara Lucas                     

   langjährige Mitarbeiterin im Informationsbüro Nicaragua, wird über die Aktivitäten zur Unterstützung der Protestierenden sowie der politischen Gefangenen aus unserer Partnerstadt Matagalpa berichten.

Heiner Flötotto           

         

   Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins Wuppertal – Matagalpa   

   wird durch den Abend führen.

Veranstalter:

Katholisches Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid

Städtepartnerschaftsverein Wuppertal – Matagalpa

Informationsbüro Nicaragua e.V.